Touareg

Richtige Lackpflege dient dem Werterhalt Ihres Autos

Zu den hoch beanspruchten Zonen eines Automobils zählt die Lackierung. Sie soll einerseits eine möglichst brillante Farbgebung gewährleisten, andererseits dient sie dem Schutz vor Korrosion bzw. Umwelteinflüssen und sie muss ihre Eigenschaften sowohl bei grimmiger Kälte als auch bei glühender Hitze beibehalten. Dem Lack sollte über die regelmäßige Fahrzeugwäsche hinaus von Zeit zu Zeit etwas Aufmerksamkeit gewidmet werden. Dazu einige Tipps von den Lackexperten:

Ob der Lack noch über eine ausreichende Konservierung verfügt, merkt man beim Waschen: Perlt das Waschwasser in kleinen runden Tröpfchen ab, ist alles OK. Es sei denn, man entdeckt Kratzer oder Steinschläge, die umgehend beseitigt werden sollten. Bilden sich dagegen große Wasserflächen, ist keine ausreichende Schutzschicht mehr vorhanden. Sofern keine Kratzer oder Steinschlagschäden feststellbar sind, genügt bei jungen Fahrzeugen eine Behandlung mit einem milden Wachs. Dieses wird mit einem weichen Lappen auf den gereinigten, trockenen Lack aufgetragen und nach dem Antrocknen auf Hochglanz poliert – am besten mit Polierwatte oder einer Poliermaschine.

Ist der Lack bei älteren Fahrzeugen dagegen matt, was auf unregelmäßige Pflege über einen längeren Zeitraum hinweg schließen lässt, hilft nur noch die Politur. Lackpolituren enthalten mikroskopisch feine Schleifmittel, die die oberste Schicht des Decklacks abgetragen und so für neuen Glanz sorgen. Angesichts der Tatsache, dass die Decklackschicht nur 35 bis 45 µm misst (35 bis 45 tausendstel Millimeter!), sollte man diese Schleifpasten sparsam einsetzen und nur dann, wenn es unbedingt notwendig ist. Zudem enthalten hochwertige Marken-Polituren gleichzeitig Wachs, so dass mit der Politur eine schützende Schicht aufgetragen wird.

Damit diese möglichst lange erhalten bleibt, sollte man dem Lack in nicht zu großen Abständen (mind. 1 x im Jahr) eine Hartwachs-Behandlung gönnen.

Besser aufgehoben ist man beim Lackprofi, im Karosserie- und Lackier-Fachbetrieb, erkennbar am blau-weißen Zeichen mit Pkw, Lkw und Lackierpistolensymbol. Dort sind fachkundige Lackexperten am Werk, die mit den passenden Werkzeugen und Materialien den Hochglanz wieder herstellen. Der Werterhalt des Fahrzeuges wiegt diese Kosten nur allzu schnell wieder auf.

Schatten bevorzugt: Warum man den Autolack in der prallen Sonne weder waschen noch polieren sollte

Des Autofahrers liebste Wochenendbeschäftigung – so ein gängiges Vorurteil – ist das Autowaschen. Nachfolgend einige Tipps von den Lackexperten:

Unbedingt beachtet werden muss stets, dass in zahlreichen Kommunen das manuelle
Autowaschen auf öffentlichen Flächen verboten ist. Sofern die Wäsche auf privatem Grund
und Boden stattfindet, sollte nicht vergessen werden, dass in der Regel kostbares Trinkwasser
verbraucht wird; außerdem belasten tensidhaltige Waschzusätze, Fett, Öl, Ruß und
Schwermetalle die Kläranlagen.

Auf gar keinen Fall sollte die Autowäsche in der prallen Sonne stattfinden. Das gleiche gilt für
die heiße Motorhaube. Das Waschwasser verdunstet hier besonders schnell und es bilden
sich ebenso hässliche wie hartnäckige Flecken auf dem Lack, insbesondere wenn das Wasser
sehr kalkhaltig ist. Kaltes Wasser auf heißem Blech kann außerdem zu Spannungen oder
sogar zu Haarrissen im Lack führen. Stellt man nach der Wäsche Wasserflecken fest, können
diese durch erneutes Waschen und anschließendes Abledern entfernt werden. Sind die Flecken besonders hartnäckig, hilft nur noch das Polieren der betreffenden Stelle. Generell ist pralle Sonne und heißes Blech beim Polieren schädlich, weil das Poliermittel zu schnell austrocknet und sich dann nur noch schwer entfernen lässt.

Aber auch wer in die Waschanlage fährt und sich damit umweltschonend verhält, sollte anschließend eine Nachbehandlung nicht vergessen. Um Wasserflecken auf dem Lack zu vermeiden, genügt das gründliche Abledern der nicht völlig getrockneten Partien. Ecken und Kanten, z.B. im Bereich der Türausschnitte, Spiegel, Scheibenwischer und Türdichtungen, erfordern eventuell eine nachträgliche Reinigung. Wurde die Karosserie nach dem Waschgang mit einem Konservierungsmittel besprüht, ist unbedingt die Frontscheibe danach
gründlich zu reinigen, um Schlierenbildung durch die Scheibenwischer zu vermeiden.

Problem bei jeder Art des Waschens ist, dass durch die Reibung – egal ob Bürste in der
Waschanlage oder bei Handwäsche – kleinste Schmutzpartikel den Lack angreifen. Häufiges
Waschen macht deshalb die regelmäßige Konservierung des Lackes mit Hartwachs oder NanoVersiegelung erforderlich, damit das Fahrzeug seinen Wert durch gute Optik erhält.